Abwasserangelegenheiten Teil 1

Was heute wohl durch die Abwasserregelungen in den Gemeinden zu großem Teil gelöst ist, war vor gut siebzig Jahren noch ein Problem.

So geschah es, das der Landwirt Johann Rosseburg aus Tosterglope am 25.Mai 1930 an das Landratsamt in Bleckede schrieb. ( Damals bildeten die Ortschaften um Bleckede, den Landkreis Bleckede, der dann ein paar Jahre später in den Landkreis Lüneburg eingegliedert wurde.) In dem Brief stellte er einen Antrag und bat um sofortige Beseitigung des Problems. Er schrieb das sein Nachbar Vick und dessen Frau das Waschwasser und Spülwasser aus ihrem Hause auf seinem Hof ausschütten würden. Das Wasser gelange dann in seinen Teich, woraus die Pferde, Kühe und sonstiges Getier ihr Wasser entnehmen. Ferner hätte der Herr Vick noch ein Beinleiden mit eitrigen Ausfluss, wodurch seine Tiere eventuell eine gesundheitlichen Schaden nehmen könnten.

Das Landratsamt in Bleckede schickte darauf schon am 28.Mai d.J. den in Nahrendorf stationierten Landjäger ( Polizist ) zum Orte des Geschehens. Der Landjäger schrieb in seinem Bericht an das Amt, das der Beschuldigte Vick aus Tosterglope, die Anschuldigungen nicht abstreiten würde, und er wollte sein Wasser von nun an anderorts beseitigen.

( Die Frage ist ja nun, wo hat er das Wasser beseitigt und haben wohl dadurch andere Tiere oder vielleicht auch Menschen einen gesundheitlichen Schaden genommen.)

Tosterglope, den 06.09.00

Volker Weber