Als Schulmeister hat man so seine Sorgen!

Im Jahre 1766 schrieb der Schulmeister Nicolaus Heinrich Sötebehr aus Walmsburg an den Herr von Estorff zu Neetze und beschwerte sich über die Eingesessenen der Dorfschaft Walmsburg. Er beklagte sich, dass die Gemeinde ihm, dem Lehrer, von der fetten Weide des Dorfes einen Hammel gepfändet hat. Schon sein Vater hätte, wenn ein Walmsburger Hauswirt zwei Hammel in solch einer Weide hatte, auch seinen Hammel hinein treiben dürfen. Ferner beklagte sich der Schulmeister über die Hauswirte Carstens, Jennerich und Meyer die sich weigerten, das Schulgeld, für jedes ihrer Kinder, die ihm gebührende 4 gg ( gute Groschen ) zu entrichten.

Darauf schrieb der Herr von Estorff zu Neetze an den Dorfschultzen Heinatz zu Walmsburg. Er möge dafür sorgen, dass man dem Schulmeister Sötebehr den gepfändeten Hammel sofort auszuliefern hätte. Den beklagten Hauswirten wird befohlen ihr Schulgeld zu bezahlen, oder es würde ein Vollstreckungsbefehl ( Execution ) angeordnet.

Am 28 Okt. 1773 schrieb er wieder mal einen Brief an seinen Gerichtsherrn, den Herrn von Estorff, und klagte an, dass die Dorfschaft Walmsburg sein Vieh nicht auf die Dorfeigene Weide grasen lassen will. Sein Vorgänger hätte dieses von Königswegen gedurft. Alle Dorfeingesessenen hätten ihre milchgebenden Kühe und Kälber auf dieser Weide, aber er dürfe nicht einmal seine zwei alten Gänse dort grasen lassen. Er bitte nun um Hilfe, damit diese Angelegenheit nun endlich ein Ende hätte. ( Ob dieses so alles Geschehen ist, weiß man nicht).

Auch am 28 Okt.1773 schrieb wohl der Sohn des Walmsburger Lehrers, der in Tosterglope Lehrer war und nebenbei den Beruf als Schneider ausübte auch einen Klagebrief. Dieser hieß mit Namen Nicolaus (Claus ) Georg Sötebehr ( Sötebeer). In diesem Fall schrieb dieser an das Amt in Bleckede und beschwerte sich dort, das er im Hause Wulf zu Tosterglope, die zwei Kinder des Hauses das Christentum gelehrt habe und kein Schulgeld dafür bekommen habe. Außerdem Schulgeld würde noch das sogenannte Holzgeld, das Brot und die sieben Würste fehlen. Der Interimswirt ( Zwischenwirt ) des Hofes Burmester habe ihm gesagt, er würde nichts von dem geforderten bekommen. ( Wie sich nun die Obrigkeit verhalten hat ist hier die Frage, zu mindestens hatte der Schulmeister und Schneider Sötebehr in seiner Schneiderstube nachweißlich zwei Gesellen, so um 1780 beschäftigt.)

Tosterglope, den 24.11.00

Volker Weber