Flurnamen und ihre Bedeutung

Sehr Interessant und Aufschlussreich ist die Bezeichnung der Flurnamen, von denen manche schon aus der Slawenzeit stammen und so alt sind wie Köhlingen.

  • Die „Briesen“ zu altslawisch breza = Birke, Birkenholz.
  • „Im Zietels“ zu altslawisch sedlo = Siedlung, die kleinen Stücke bei der Ansiedlung.
  • „Auf der Bautz“ zu altslawisch buky = Buche, Buchenholz. ( Auf derBaietz = 1846 )
  • Der „Dangen ( baben Dangen )“ zu altslawisch daga = Bogen, Regenbogen.
  • „Rehberg“ Auf dem,( rehls, röls ) = alte Bezeichnung für die Schafgarbe. ( Reh – Berg = heute )
  • „Stukelberg“ kommt von stuke = Baumstumpf. ( Stucks – Berg = heute ).
  • „Hulla“ deutet auf Gebüsch hin auch auf Waldwiese, Waldaue.
  • „Gastkamp“ kommt von Gassen = Gerstenkamp. Schulzen Koppel, Schulzenland = heute )
  • „Sanger“ ist schwer zu deuten, vielleicht bedeutet es auch = nasse Wiese. Aus dem Jahre 1776 sprach man vom „Kählinger Langer“ und „Kuckens Grund“, die den Oberlauf des Baches umgeben, der über Reesseln zur Elbe führte, könnte man an das sehr alte Wasserwort „kal / Kalt“ oder „kald / kold / kild“ denken. Koling / Köling ( en ) wäre dann das “ Dorf an der Quelle „. Der Bach berührt Köhlingen heute nicht mehr, in alter Zeit wird er bis zur Siedlung gereicht haben. Auf der Kurhannoverischen Landesaufname ( 1776 ) führt der Bach noch als sehr schmales Rinnsal durch den Kuckens Grund bis zu der Stelle, wo der „Langer“ beginnt. ( Quelle = Schneider 1988 )
  • Mühlenweg, liegt an Stucks – Berg.
  • In der Rehkuhle ( heute ), Der Mühlengrund, Hinter dem Holze.
  • Auf dem Wostberge (1846 ), West – Berg, Köhlinger – Berge ( heute )
  • Kiebitzkamp ( heute ), „Kiwits Kamp“ ( 1776 ). Der Unterlauf des Baches von Reesseln an sich ist noch wasserführend, das Bachbett südlich Reesseln ist heute ausgetrocknet, aber noch deutlich zu erkennen.( Quelle = Schneider 1988 ).
  • Haferworth, Hafergarten.
  • Auf dem tauben Kamp, Auf dem langen Kamp, Auf dem neuen Kamp ( heute ).
  • Schweineweide.
  • Im Holtring ( heute ), Hotering (1776 ).
  • Runder Berg.
  • Die Knechtstücke.
  • Auf den Treepen ( von Roden ).
  • In der Trift.
  • Küsterkamp.
  • Das Steinstück.
  • Die Fliederstücke.
  • Kuckens Grund ( 1776 ) = entweder nach dem Familiennamen Kück / Kuck oder nach der Kukuksbloum, dem Knabenkraut oder nach dem Sauerampfer, kukukeslok ( lauch ). ( Quelle = Schneider 1988 ).
  • Am Ventschauer und Dachauer Weg.
  • Kofahlsgrund ( 1776 ), Kovahlgrund ( heute )= wahrscheinlich ein Personenname.
  • Auf den Viggen ( 1776 ).
  • Im Pferdegrunde ( um 1846 ), Pferdegrund ( heute ).
  • Im Kohlgarten ( um 1846 ) lag beim „Im Zetels“.

Es ist schwierig die Flurnamen zu deuten, da durch die Jahrhunderte sich die Namen sehr oft geändert haben.