Hof Martens im Ortsteil Gut Horndorf

Um 1950 verkaufte der Baron von Spörcken aus Lüdersburg ca. 25 ha abgesägten Buchenwald (alter Bestand) an den Holzgroßhändler Peters aus Lüneburg. Dieser Herr Peters wollte die abgeerntete Waldfläche für seinen Sohn – der Landwirt werden wollte – zu Ackerland umwandeln. Da die Stubben zu groß für die Rodemaschinen waren, sprengte er sie in die Luft. Da dieses seine Finanzelle Lage übertraf musste er die Insolvenz anmelden. Er verkaufte die Fläche zwischen 1955/58 an den Tostergloper Landwirt Wilhelm Martens sen., der sie für seinen Sohn Johann-Heinrich erwarb. Kurz darauf nahm sich der Holzhändler Peters das Leben. Durch das Aufkaufen des Resthofes des Landwirtes Krassmann (heute Haus der Fam. Niebuhr im Alten Dorfe) von etwa 50 Morgen durch den Landwirt Wilhelm Martens sen. wuchs die Gesamtfläche des Stammhofes (Augustenhof) der Fam. Martens zunächst auf etwa 38 ha an.

Ab 1961 übernahm der Junglandwirt Johann-Heinrich Martens den neu erbauten Hof in Horndorf. Durch einen Landtausch mit seinem Bruder Dr. Wilhelm Martens, bestand der Horndorfer Hof aus ca. 40 ha. Ackerland und einem 1 ha. alten Buchenwald. Von 1961 bis 1971 bewirtschaftete Johann- Heinrich Martens mit seiner Frau den Horndorfer Hof. Im Jahre 1963 wurde die Tochter Dörte und 1965 der Sohn Hendrik geboren. Er bestellte die Ackerfläche mit Getreide und Raps, da die Flächen sehr Steinreich sind und Hackfrucht sich daher nicht lohnte. Die Schweinemast (ca. 400 Stück im Jahr) war für den Hof das zweite Standbein. Ab 1971 verpachtete er die Ackerflächen und hörte mit der Schweinemast auf, da der Betrieb auf die Dauer zu klein war. Johann- Heinrich Martens schulte auf Landmaschinenkaufmann (Ing.-grad) um. 1994 erwarb der Sohn Hendrik ein Teilstück in Horndorf, worauf er und seine Frau ein Einfamilienhaus erbauten.