Naturereignisse von 1072 bis in das Jahr 1970

  • 1072: Milder Winter, so das zu Frühjahr Bäume ausschlagen und die Vögel im Februar schon Junge hatten.
  • 1128: Zu Pfingsten liegt ungewöhnlich viel Schnee.
  • 1182: Bäume tragen im Februar schon Frucht.
  • 1195: Hungersnot bis 1197, durch regnerische Sommer.
  • 1278: Der Roggen erfriert in der Blüte.
  • 1303: Die Elbe war, wie viele andere Flüsse im Sommer zeitweise ausgetrocknet.
  • 1304: Große Trockenheit.
  • 1312: Ein Komet ist 14 Tage zusehen.
  • 1347-51: Aus dem Orient kommt die Beulenpest und hinterlässt viele Todesopfer, z.b. in Hannover 3000 Tote und Lübeck sogar 9000 Tote.
  • 1397: Im Mai erntet man schon Getreide und isst bereits Pfingsten Brot von neuen Roggen.
  • 1401: Es fällt täglich Regen vom 23 April bis 17 September.
  • 1473: Von mitte April bis 8 September fällt kein Tropfen Regen.
  • 1529: Die Seuche „der englische Schweiß “ fordert im Lüneburgschen viele Tote.
  • 1564-65: Strenge Kälte, die Elbe ist 13 Wochen lang zugefroren.
  • 1574: Am 24 Januar wütete ein schwerer Sturm, so das man in Lüneburg nicht mal die Glocken zu läuten vermochte.
  • 1586: Es kommen die ersten fünf Kartoffeln nach Niedersachsen, ein Geschenk der Englischen Königin an den Herzog von Braunschweig.
  • 1645-46:Der Winter bringt 14 Wochen harten Frost, es erfrieren viele Menschen.
  • 1654: Durch die Dannenberger Forstordnung wird in der Göhrde mit der Aussaat von Nadelholzsamen und das Bepflanzen von Flugsandflächen befohlen.
  • 1677: Wurde der letzte Luchs in der Göhrde erlegt.
  • 1685: Schweres Gewitter am 15 Juli bringt um Lüneburg hühnereigroß Schloße.
  • 1703: Schwerer Sturm am 8. Dezember weht die Kirchturmspitze der Lambertikirche zu Lüneburg um.
  • 1711-14: Rinderpest geht über das Land, so auch 1745-52.
  • 1747: Schwerer Sturm über Tosterglope in der Nacht zum 16.-17. Oktober. Er riss Bäume aus der Erde.
  • 1756 : Erdbeben im Amt Hitzacker (März).
  • 1763: Durch einen schweren Hagelschlag wurde die ganze Frucht im Sommer ruiniert, deshalb konnten die Eingesessenen von Tosterglope, ihre Steuern an den Grundherren nicht zahlen.
  • 1768: Der erste Mais wird vielerorts angebaut.
  • 1777: Der Wald der Göhrde besteht aus 67% Eichen, 17% Buchen, 12% Birken und Aspen, und 4% Fichten.
  • 1786-87:Von November bis März trägt das Eis der Elbe schwer beladene Fuhrwerke.
  • 1789: In der Göhrde und umliegenden Wäldern, weiden 1160 Stück Hornvieh und 27 Pferde aus 27 Ortschaften der Umgebung.
  • 1800: Starker Hopfenanbau in der Dannenberger Gegend.
  • 1830-32: Ganz Niedersachsen wird von einer Grippewelle heimgesucht.
  • 1836: Im Wendland ist der Nerz noch häufig an Bächen anzutreffen. Schwerer Sturm über Tosterglope und Umgebung, wobei sich die Ständer der Häuser und selbst die Öfen sich bewegten. Im Gemeindeforst entstand ein Schaden von 3000 Mark, die Dächer wurden von den Häusern zum Teil abgedeckt und baufällige Gebäude stürzten ein.
  • 1837: Im April fiel so viel Schnee, das die Türen nicht mehr auf gingen. Der Schnee blieb noch bis Pfingsten in den Tälern zu finden.
  • 1848-51: Die Göhrde wird eingezäunt, um Wildschäden auf den Feldern der umliegenden Dörfern zu vermeiden.
  • 1867: In der Nacht zum 24. auf den 25. Juli brannte die Werkstatt des Stellmachers W. Schulze in Tosterglope. Gleichzeitig wurde beim Hausbesitzer Fr. Saucke 600,- Mark gestohlen, der Brandstifter so wie auch der Dieb wurde nicht gefasst. Der Dieb hinterließ im Hause Saucke eine seidene Mütze.
  • 1879 : Sehr harter Frost im Lüneburgschen. Mit schweren Orkanböen.
  • 1882: Am 14. Okt. d. J. wurden durch einen Brand 14 Gebäude in Tosterglope vernichtet. Die Bewohner waren fast alle bei der Kartoffelernte, so dass es erst nach 2,5 Std. gelang, das Feuer in Gewalt zu bekommen. Im Einsatz kamen sieben Feuerspritzen der Umliegenden Ortschaften. Tosterglope hatte in dieser Zeit noch keine eigene Wehr.
  • 1884: Am 26.6. zog ein schweres Gewitter mit starkem Hagel über Horndorf ( Gut ), Nahrendorf und Eichdorf. Die Eisstücke waren so dick, das Ziegeln zerbrachen und viele Dächer neu gedeckt werden mussten.
  • 1888: Am 09.03. Um 8.30 Uhr morgens verstarb der Kaiser Wilhelm der Erste. Sein Nachfolger wurde Kaiser Friedrich der Dritte. Dieser verstarb nach nur 99 Amtstagen am 15.06. d. J. um 11.00 Uhr morgens. Sein Nachfolger wurde der Kaiser Wilhelm der Zweite.
  • 1894: Schneereicher Winter und Frühling, so das der Roggen sehr ausgewintert ist.
  • 1896: Regenreicher Sommer und Herbst, so das hohe Verluste in der Feldfrucht waren.
  • 1903-5: In der Göhrde werden Sardinische und Korsisches Muffelwild ausgesetzt.
  • 1910: Sehr gewitterreicher Sommer mit vielen Stürmen.
  • 1911: Kalter Winter, dann heißer und trockner Sommer mit hoher Säuglings- sterblichkeit.
  • 1913: Einwohnerzahl betrug im Dorf Tosterglope 237 Personen.
  • 1916-17: Hungersnot / Kohlrübenwinter.
  • 1920: Maulen und Klauenseuche gastiert bei uns. In Deutschland etwa 12 Mill. tote Tiere.
  • 1928-30: Ein ungewöhnlich strenger Winter, bis 32 C°. Der Frost drang bis 1,70m in die Erde.
  • 1941: Bisamratten breiten sich von Dannenberg elbabwärts aus.
  • 1941-42: Sehr harter Winter.
  • 1943: Der 21 August war der heißeste Tag (um 38 C°).
  • 1945: Ein Kartoffelkäferabwehrdienst nimmt seine Arbeit auf.
  • 1947: Seit 150 Jahren der trockenste Sommer.
  • 1952: Am 2. Januar heftige Wintergewitter, mit schweren Hagel und Sturmböen über Lüneburg.
  • 1956:Außergewöhnlicher Orkan am 25 Aug. zwischen 10-12 Uhr über Lüneburg. Ein Bauer verlor, z. b. auf 15 ha ca. 3000 Zentner Äpfel.
  • 1957: Am 30 Juni eine Hitzewelle bis 35 C°.
  • 1959: In der Göhrde (22 Juni) brennen 30 Quadratkilometer Wald, ca. 5000 Hilfskräfte sind im Einsatz.
  • 1962: Ein Orkan von 160 km/h bringt. große Schäden an 16/17 Feb. in Niedersachsen.
  • 1962: Schneetreiben am 3. Juli im Lüneburgschen.
  • 1964: Tagelanger Schneefall ab 18. Nov. mit Verwehungen die mehrere Meter hoch waren.
  • 1967: Schwere Schneestürme am 15-17 Febr. mit bis zu 3 Meter hohe Schnee Verwehungen, über 300 Dörfer sind von der Außenwelt abgeschlossen. Das gleiche Mitte März.
  • 1970: Am 9. Januar heftige Winde mit Eisregen, Schneeschauer und Schneewehen legen über Tage im Landkreis Lüneburg, Dannenberg und Uelzen alles lahm.