Von der Nachkriegszeit bis heute – Geschichte in Stichworten

1946:
Der N.C.P. Kommunalpolitiker und Bauer Wilhelm Martens sen. wurde am 24.10. zum Landrat gewählt.

1947 wurde er abermals gewählt, bis er am 17.2.1948 abtrat, und der Landwirt Friedrich Buhlert aus Kovahl sein Nachfolger wurde. Erneut gewählt wurde W. Martens für ein Jahr am 8.12.52.1947 – Im September 1947 bekam Tosterglope einen Sportplatz. Die Fläche wurde von Bauer Heinrich Tiedemann gepachtet. In den Jahre 1946/47 war die wirtschaftliche Nutzung von Grünflächen in Tosterglope von 12% der Gesamtfläche (Ackerfläche 816,34 ha.). Der Waldbestand des Dorfes lag im Kreisdurchschnitt bei 20-30%. Die Fruchtverteilung auf der Tostergloper Ackerfläche (713,44ha.) ohne Grünland waren, 33% Brotgetreide, 19% Futtergetreide, 23% Kartoffeln und 6% Futterrüben. Die Geestdörfer bauten etwa 75- 80% ihre Ackerflächen in vier Fruchtarten an. In der Gemeinde Tosterglope mit den Ortsteilen Köhlingen und Gut Horndorf betrugen 344 Schafe.

1950:
In den Jahren 1950-1952 entstand am Herrenholz (an der Nahrendorfer Grenze) eine neue Siedlung. Die Häuser wurden auf Erbpacht auf dem Land von Bauer J.Fr. Saucke gebaut. Heute heißt die Siedlung „An den Fischteichen“. Einrichtung einer Unfallhilfestelle in Tosterglope, durch den Ortsverband des DRK Dahlenburg. Sie befand sich bei der Fam. Marie Wienberg (heute wohnt dort Fam. Lischke (Lütt- Hamborg 8)

1954:
Schafften sich die so genannten „kleinen Leute“ aus Lütt Hamborg eine Dreschmaschine an: Standort der Maschine wurde das Gelände von Bruno Zimmermann sen.

1955:
Bauer Martens kaufte die erste Mähdreschmaschine. Es wurde der Hof des Landwirts Schultz (jetzt Niebur) verkauft und die Ländereien neu vermessen. Seit dem Sommer kommt der Milchhändler Korte aus Dahlenburg mit einem Lieferwagen. Im Herbst begann man bei dem Horndorfer Karten nach Erdöl zu bohren. Kurz vor Weihnachten hörte man bei einer Tiefe von 1600 m auf, da man noch immer in der Kreideschicht war und somit den Traum vom „Schwarzen Gold“ begraben musste. Bei der Gastwirtschaft Hachmeister gab es eine Viehwaage. Das Vieh wurde des Öfteren im Jahr, wenn es Verkauft werden sollte montags gewogen. Der Viehhändler gab den Bauern und deren Helfer nach dem Ankauf in der Gastwirtschaft einen oder auch mehrerer Getränke aus. So war der Montag morgen oft schon gelaufen, und am Nachmittag schafften sie dann nicht mehr so viel. Im Herbst brachten die Bauern mit Traktoren ihre Kartoffeln nach Breese (Bahnhof Göhrde). Sie wurden in Wagons geforkt, und in die Städte gebracht wo sie dringend gebraucht wurden. Auch dort bekamen sie von den Händlern einige Getränke spendiert.

1960:
Veranstaltete der Deutsche Motorrad-Club ein Rennen in der Tostergloper Umgebung. Es waren fast 80 Fahrer am Start. In der Siedlung wurde von der Gemeinde eine Baracke mit drei Wohnungen gebaut.

1961:
Arbeiten italienische Gastarbeiter bei uns im Dorfe. Gemeindewahl vom 19. März 61. Stimmzettel. Deutsche Partei – DP : Friedrich Lütjens (56) Götz von Flotow (5), Otto Schultz (9), Albert Hachmeister (2). Gesamtdeutscher Block- BHE- : Walter Putzmann (26 ), Herbert Pfeil (2), Masur Ernst (3), Emmerich Jung (3), Himmel Klara (4). Christlich – Demokratische Union – CDU- : Wilhelm Meyer (8), Kurt Niehoff (6), Hermann Saucke jun. (14), Johan Friedrich Saucke (1), Dr. Wilhelm Martens (12), Wählergruppe Tosterglope : Hermann Korn (37), Karl Mai (10), Runge Otto (13).

1962:
In der Gemeinde wurden 3 Sirenen montiert, eine bei Lütjens in Köhlingen, eine bei Kurt Niehoff und eine in Horndorf auf dem Rittergut. In der Nacht vom 17. zum 18.02. tobte ein Orkan. Im Sommer löste sich der Sportverein Tosterglope teilweise auf, nur die Tischtennis- Abteilung blieb noch bestehen.

1963:
Johann Fr. Saucke wurde bis 1988 in den Vorstand der Spar u. Darlehnskasse Dahlenburg gewählt.

1964:
Bekam die Feuerwehr ein neues Angriffsfahrzeug. Gemeindewahl vom 27. September ( Stimmzettel ). Wählergemeinschaft Tosterglope: Günther Brake (8), Götz von Flotow (18), Hermann Korn (23), Friedrich Lütjens (14), Dr. Wilhelm Martens (33), Walter Putzmann (15), Otto Runge (8), Hermann Saucke (35), J. Friedrich Saucke (16), Walter Sorgatz (14), Otto Schultz (6).

1966:
Am 16. August wurde das letzte Mal an der hiesigen Volksschule unterrichtet. Von nun an besuchten die Kinder die Mittelpunktschule in Barskamp/Alt Garge. Am 01.10. wurde ein Kindergarten in der ehemaligen Schule eröffnet.

1969:
Am 17./18. März war Tosterglope mehrere Tage von der Außenwelt abgeschlossen. Es tobte ein Schneesturm, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hatte.

1971:
Tosterglope beteiligte sich an dem Wettbewerb: „Unser Dorf soll schöner werden“ und erhielt dafür eine Urkunde und zwei Holzbänke.

1972:
Bekam die Freiwillige Feuerwehr ein VW Spezialfahrzeug. Gemeindewahl am 22. Oktober, (Stimmzettel) Wählergemeinschaft Tosterglope: Hermann Saucke (70), Hermann Korn (17), Götz von Flotow (9), Dr. Wilhelm Martens (46), Karl May (18), Pahlow Justus (12), Johann Friedrich Saucke (13), Heinrich Schultz (6).

1974:
Dr. Wilhelm Martens aus Tosterglope wurde am 09.06. zum Landrat gewählt. Wurden Tosterglope und Ventschau zu einer Einheitsgemeinde vereinigt.

1975:
Der ADAC veranstaltete am 05.07. eine Veteranenrallye. Bei Albert Hachmeister befand sich ein Erfrischungsstand. Weil Ventschau gern ein anerkannter Erholungsorte werden wollte, wurde im August ein entsprechender Antrag von der Gemeinde gestellt.

1977:
Wurde von einigen Landwirten eine 500 000 DM teure Beregnungsanlage gemeinsam gebaut. Am 24.06. Feiert die Stellmacherei Bruno Zimmermann sen. Das 100jährige Betriebsjubiläum. In Ventschau wurden am Badeteich zwei Umkleidekabinen und ein Wassertrettbecken (Kneipp) gebaut.

1978:
Im Winter sind schwere Schneeschauer mit Schneeverwehungen über Tosterglope niedergegangen. Über einen Naturschutz-Skandal in Tosterglope berichtete die „Lüneburger Landeszeitung“ unter der Überschrift „Wertvolles Feuchtgebiet zerstört“ am 04.05. Nach Verhandlungen mit dem Landkreis und dem Besitzer konnte der Streit geschlichtet und das Thema zu den Akten gelegt werden. Von diesem Jahr an veranstaltet die Feuerwehr regelmäßig ein Dorffest, welches einen großen Anklang bei der Bevölkerung findet.

1982:
Am 12.11. fand die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses neben dem Kindergarten statt. Zugleich wurde die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug überreicht. Zwei neue Klärteiche wurden in der Siedlung gebaut. Sie wurden mit Fischen besetzt. Das alte Löschfahrzeug ging nach Boitze.

1984:
Am 30.10. feierte Hermann Saucke sein 20jähriges Jubiläum als Bürgermeister. Im November wurde das alte Wasserbassin (Baujahr 1890) abgerissen, nachdem kurz zuvor ein neues Pumpenhaus gebaut worden war.

1985:
Die Bürgermeistereiche wurde im Frühjahr auf dem Dorfplatz gepflanzt.

1986:
Im Herbst wurde die Gemeinde Tosterglope an die Gasfernleitung ange- schlossen.

1987:
Im Juni erhielt Bürgermeister Hermann Saucke das Bundesverdienstkreuz. Bei Köhlingen wurde im Herbst eine Fluchtburg? entdeckt (in Ch. Pahlow`s Wald). Die Anlage stammt vermutlich aus der Völkerwanderungszeit (200-500 n Chr.) Die ist 1990 vom Amt für Denkmalpflege begutachtet, so wie in den folgenden Jahren vom Bezirksarchälogen Assendorp und 1998 (Febr.) von Herrn Dr. Wachter aus Dannenberg.

Von Juli 1987 bis Herbst 1991 keine Eintragungen.

1991:
Im Herbst erhielt der Pflaumenweg wieder Pflaumenbäume, die von der Firma Kurt Niehoff gespendet wurden.

Von November 1991 bis Juni 1994 keine Eintragungen.