Wegbenutzung auf eigene Gefahr!

Wer im Jahre 1925 den Weg von der Ortschaft Köhlingen nach Ventschau, oder auch umgekehrt, benutzte ihn auf eigene Gefahr.

Durch eine polizeiliche Anordnung wurde die Gemeinde Köhlingen aufgefordert den Weg der nach Ventschau führt zu reparieren. Der Weg sei mit schweren Lasten nicht mehr befahrbar, die Fahrzeuge könnten dort umkippen. Der Gemeindevorsteher Sasse zu Köhlingen schrieb darauf am 26.10. 1925 an das Amt in Bleckede, dass dieses nicht stimme und die Gemeinde würde sich nur mit 20% der Kosten, an der Reparatur des nicht so schlechten Weges beteiligen. Der Wegemeister Bormann aus Bleckede schrieb in seinem Bericht, den er am 6.11.25 verfasste, das der Weg in einem schlechten Zustand sei. Er schrieb das kein beladener Wagen ohne große Gefahr den Weg benutzen kann. Schon am hellen Tage könnte der Wagen in den großen Löchern umkippen, und in der Nacht sei er unpassierbar. Um die Strecke zu Pflastern müsste sie erst trocken gelegt werden, in dem ein Graben gezogen wird. Dazu werden dann etwa 180 cbm Kies und Sand benötigt. Im Frühjahr 1926 es war der 04.05 gab das Amt der Gemeinde Köhlingen 8 Tage Frist um den Weg auszubessern. Einige Tage später gab der Ortsvorsteher Sasse bei Amt an, das die Wegearbeiten wohl zum 20.d.M. fertig seien. Der Ortsvorsteher Thiele aus Ventschau war mit der Ausbesserung des Weges zufrieden, das gab er bei einer Befragung auf dem Amt zu Protokoll.

Am 29.06 26 begutachtete der jetzt zum Oberwegemeister beförderte Bormann den Weg und bemängelte ihn abermals. Einen Monat später forderte der Landrat des Kreises Bleckede die Gemeinde Köhlingen auf den Weg bis zum 15.Sept.26 den Weg in Ordnung zu bringen. Der Oberwegemeister Bormann schrieb darauf am 1.Okt. an den Landrat, das der Weg nur für ein Jahr zu benutzen sei.

In den folgenden Jahren mussten die Köhlinger Einwohner wohl noch so manchen Tag an diesem Wege verbringen, denn erst am 28.Feb. 1928 sprach der neue Wegemeister Apel von einem entsprechenden Zustand des Weges beim Kreis-ausschuss in Bleckede. Heute kann der Weg oder besser gesagt die Strasse ohne große Schäden von Köhlingen nach Ventschau befahren werden, gut das es den Asphalt gibt.

Volker Weber